Berichte
Reiseziel Savona, Italien!
1. Etappe Cham-Acquarossa, 27. Juli
Am Dienstagabend, 26. Juli, wurde beschlossen, dass wir die erste Etappe flexibel gestalten wollten, denn die Wettervorhersage war nicht ideal. Der Plan sah so aus, dass die GA Besitzer mit dem Zug direkt ins Tessin fahren und von dort aus starten. Diejenigen, welche die ganze Strecke fahren wollten, starten um 06.00 Uhr beim Kreuz in Cham und werden je nach Wetter fahren ..... Die restlichen RMVler werden mit dem Auto nach Andermatt gefahren, wo die Velos gesattelt werden oder bei Regen direkt ins Tessin weitergereist wird.
Zu unserem Glück war es am Morgen des 27. trocken.... und so starteten sieben Fahrer vom Kreuz aus Richtung Italien. Sechs fuhren um halb 10 Uhr mit dem Auto Richtung Andermatt und die Restlichen stiegen in Cham in den Zug.
Die Frühstarter wurden entlang des Zugersees durch Nieselregen leicht genässt, aber ab Flüelen war es dann den ganzen Tag trocken.
Der Etappenberich von Sonja:
Die Tour begann am frühen Morgen um 6.00 Uhr in Cham Richtung Andermatt. Um 12.00 Uhr traf dann auch die 2. Truppe ein, die mit dem Vereinsbus nach Andermatt gefahren war. Von da aus strampelten alle auf den Oberalppass. Nach einer kurzen Pause, um sich warm anzuziehen, ging es gleich abwärts und dann direkt zum nächsten Pass über. Auf dem anstrengenden, steilen Weg den Lukmanier hinauf kam die Sonne fast nie zum Vorschein. Alle waren froh, dass es nicht regnete. Auf dem Lukmanier gab es für alle etwas Warmes zu trinken. Anschliessend rasten alle abwärts zum Übernachtungsziel. Nach einer erfrischenden Dusche waren wir zum Apero eingeladen und anschliessend gab es das leckere Abendessen.
2. Etappe Acquarossa-Verbania, 28. Juli 
Die Einen wollten diese Etappe über das Centovalli fahren, die Restlichen den Langesee entlang. Die Route dem See entlang war flach und ca. 100 km, das Centovalli bedeutete leichte Hügel und 160 km.
Der Etappenbericht von Michael:
Die 100 km Etappe wurde in einem relativ gemütlichen Tempo zurückgelegt. Es war eine relativ ebene und windige Etappe. Die vorläufig letzte Einkehr in einem Schweizer Gasthof genossen alle.
Das Mittagessen nahmen wir in Italien ein, bei wundervoller Aussicht auf den Langensee. Die Spaghetti aglio olio waren scharf, aber sehr gut. Ich persönlich wäre sehr gerne mit einer der Yachten gefahren, die auf dem See verkehrten. Niemand ausser Valentin, dieser aber nur wegen Kopfschmerzen und Fieber, stieg in den Bus ein. Die letzten 15 km wurden locker und ohne Probleme bewältigt.
Das Nachtessen war ausgezeichnet und auch die Torte zu Ehren von Sonja, die ihren 16. Geburtstag mit uns feiern musste. Auch meine vier fünf Euro T-Shirts sind cool. Es war ein schöner Tag ohne Regengüsse.
Königinnenetappe Verbania-Klosteranlage Oropa, 29. Juli 
An diesem Morgen hatten wir leider zwei Grippenkranke unter uns, Roli und Valentin wurden mit dem Bus direkt nach Oropa gebracht, damit sie sich erholen und genesen konnten. Der Rest der Truppe fuhr über Omenga entlang dem Ortasse über die Hügel nach Varallo, dann dann nach Pray. Von weg stieg die Strasse nach Trivero und weiter ins Skigebiet Bielmonte. Die lange und sehr schöne Abfahrt genossen alle sehr, wurden aber durch den nächsten Aufstieg, Steigung 10-16% auf 6 km wieder ausgebremst. Oben auf dem namenlosen Pass nach Oropa waren die Kräfte aller Fahrer bis auf wenige kleine Reste aufgebraucht und der Zuckernachschub in Form von Cola sehr gefragt. Nach der Durchfahrt durch den kleinen Tunel öffnete sich uns der Blick auf Oropa, Biella und die dahinter liegende Poebene.
Nun noch eine kleine Abfahrt ins Kloster.... Nach der wohlverdienten Dusche bewunderten wir die riesige Klosteranlage und genossen ein vorzügliches Nachtessen.
4. Etappe Oropa- San Marzanotto (Asti), 30. Juli 
In den frisch renovierten Zimmern des Kloster haben wir sehr gut geschlafen, aber das "Standartfühstück" viel etwas dürftig aus! Ein Kaffee, ein Glas Saft und ein mit Konfi gefülltes Gipfeli reicht für Velofahrer nicht sehr lange.... So hielten wir schon kurz nach Biella wieder an und füllten unsere Magen mit Paninis... Schon kurz nach dem Znüni bekam Ruth grosse Probleme mit der Schaltung. Die Poebene war mit drei Gängen noch zu machen, aber die Hügel am Nachmittag? Da es Valentin richtig erwischt hat, ist sein Velo noch auf dem Bus.... zum Glück ist Ruth nicht die Kleinste, so konnte sie die restlichen KM mit Valentins Velo bewältigen. Nach den Reis- und Maisfeldern in der Poebene erwarteten uns nach dem guten Mittagessen die Weinberge des Piemont. Durch einige Umwege schafften wir in dieser Etappe immerhin 160 km und fast 1000 hm. So gut wie im Agrotourismo del Castello assen wir nie mehr auf dieser Reise! (Meine Meinung :-) )
Letzte Etappe San Marzanotto-Savona, 31. Juli 
Unser Ziel liegt in Reichweite! Savona und damit das Mittelmeer erwarten uns am Abend! Doch noch ist es nicht so- weit, denn nach dem reichhaltigen Frühstück geht es weiter durch die Rebberge, bis auf eine Ausnahme locker...... nach Acqui Terme, wo wir für 10 Euro ein Mittagessen mit 4 Gängen, incl. Getränke und Wein! genossen. Die restlichen 50 km hatten es noch in sich, machte sich doch die Müdigkeit nach 4 Etappen doch bei allen mehr oder weniger bemerkbar. Doch schafften es alle? Mit dem Velo von Cham ans Mittelmeer! Adrian, Fabian, Martin, Edi und Edi fuhren rund 700 km und ca. 9000 hm! Die ganze Strecke im Sattel! Herzlichen Glückwunsch!
Eine Premiere erlebte auch Sonja, sie war zum erstem Mal am Meer! Einer der Gründe warum sie mit uns auf die Tour kam. Sonja stieg noch am Abend ins Wasser und genoss sichtlich das Bad im Mittelmeer.
Nach einem vorzüglichen Nachtessen, die einen eine Pizza, die anderen Meeresfrüchte geniessend, verbrachten wir die letzte Nacht der Reise in Savona.
Nach dem Frühstück wurde der Bus geladen und wir fuhren nochmals ans Meer, damit sich die Kids noch einmal in die Fluten stürzen konnten. Um halb 12 machten wir uns auf den Weg nach Cham. Fünf reisten im Zug nach Hause und fünf geniessen noch einige Tage in Italien und fahren gemeinsam über Piazenca und Bergamo zurück in die Schweiz.
Es war ein tolles Erlebnis, alle konnten die Fahrt geniessen. Wo findet man ein so gemischte Gruppe, vom 13 Jährigen Teen bis zum Rentner, die ein solches Erlebnis zusammen geniessen? Natürlich beim RMV Cham Hagendorn, wo schuscht?
Auch die Hobbyfahrer sind mit frischem Elan in die neue Saison gestartet.
Bei herrlichem Frühlingswetter haben sie in den letzten Wochen schon diverse Ausfahrten genossen und dabei etliche Kilometer abgespult. Diesen Sonntag führte ihre Tour auf den Bürgerstock und wie man auf dem nachfolgenden Bild sehen kann, wurde der Aufstieg mit einer wunderbaren Aussicht auf den Vierwaldstättersee und Umgebung belohnt.
Auf der Überfahrt nach Gersau.